Rohrbombe im australischen Parlament?

tatsacheBudgetkürzungen für den Parlamentshaushalt haben den australischen Senator Bill Heffernan zu einem ungewöhnlichen Argumentationstrick gebracht. Um Geld einzusparen, wurden Abgeordnete, Senatoren sowie sämtliche Mitarbeiter des australischen Abgeordnetenhauses bei Betreten des  Parlaments nicht länger durch Metalldetektoren überprüft. Und auch ihre Taschen wurden nicht mehr nach gefährlichen Gegenständen durchsucht. Ein Zustand, der für Bill Heffernan weniger finanzielle Einsparung als gefährliches Risiko bedeutete. Aus diesem Grund beförderte er kurzerhand eine “Pipe Bomb”, also eine Rohrbombe, an seinen Arbeitsplatz.

Während der parlamentarischen Aussprache zog der Senator die Bombenattrappe dann hervor, um die nicht mehr gewährleistete Sicherheit des Parlamentsgebäudes zu verdeutlichen. Die Senatoren blieben relativ ruhig, während der Politiker die genaue Zusammensetzung der Waffe erläuterte, die er zuvor vor Ort aus Einzelteilen zusammengebaut hatte. Tony Negus, Sicherheitschef des australischen Parlaments, musste schließlich eingestehen, dass es sich bei den momentanen Sicherheitsvorkehrungen um ein Risiko handelt. Ein Etappensieg also für den Senator Heffernan, der in der Vergangenheit schon mehrmals für Aufregung sorgte. 2009 beispielsweise wurde ihm bei der Sicherheitskontrolle ein Messer abgenommen, welches er nach eigenen Aussagen zur Überprüfung der Kontrollen bei sich trug. Und im Februar diesen Jahres regte er an, den Parlamentsbetrieb aus Kostengründen einzustellen.

 

 Video: Senator Bill Heffernan und seine Rohrbomben-Attrappe

 



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